»In die
Zukunft blicken.
In der Gegenwart leben.
Aus der Vergangen-
heit lernen.«

Entspannter Kopf
12.09.2017

Entspannter Kopf
Leistung und Geschwindigkeit spielen heutzutage eine immer größere Rolle. Geistesarbeit dominiert in vielen Berufen, Leistungsdruck und Hektik sind permanent vorhanden. Dazu kommt meist zu wenig Bewegung, oberflächliche Atmung und der Überfluss an alltäglichen Sinneseindrücken. Und unermüdliches Reagieren birgt die Gefahr „den Boden unter den Füßen zu verlieren“. Demzufolge „hängen“ wir oft richtiggehend in der Luft. Kopf- und Nackenbereich sind verspannt, Atmung und Sprechvorgang, Körper und Seele dadurch gehemmt. Kopflastigkeit ist die Folge. Verkrampfte Kiefergelenke, zusammengebissene Zähne, verkniffene Lippen, versteifter Nacken, verspannter Kehlkopf engen den Mund-Rachen-Raum ein. Und all das ist Ausdruck eines seelischen Sichfesthaltens, es engt uns ein und blockiert uns. Konzentration bedeutet dann Anspannen und Verkrampfen der Kopf-, Nacken- und Schultermuskulatur und in der Folge ein schmerzhaftes Sichanstrengenmüssen. Um jedoch in entspannter Balance zu bleiben ist es erforderlich unsere körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte in unserer Körpermitte zu sammeln.

Eine praktische Möglichkeit dazu sind einfache, auch im Alltag mögliche Entspannungsübungen für Kopf- und Nackenbereich.
Den Kopf auf Urlaub schicken „Eigentlich müsste man den Kopf so lange ausruhen, bis der Körper so weit ist, dass er den Kopf wieder braucht“, so formuliert es Hiltrud Lodes in ihrem Buch „Atme richtig“ (Goldmann Verlag), in dem sie auch einige Übungen für das Entspannen des Kopfbereiches vorschlägt.

Hier eine Auswahl aus einer Übungsserie:

Kopfkreisen und –achtern:
Lassen Sie im Sitzen oder Stehen Ihren Kopf locker auf die Brust sinken und langsam und entspannt rundum, später in Achtern kreisen. Kontrollieren Sie, ob Sie den Kopf auch wirklich auf den Rumpf sinken lassen. Spüren Sie die Dehnung im Hals-Nacken-Bereich, die „Berührungsflächen“ Ihres Kopfes mit dem Rumpf und lauschen Sie auf das „Knacken“ Ihrer Halswirbel. Anschließend ausruhen und die Übung nachwirken lassen.

Hinterkopf spüren: Rollen Sie in Rückenlage den Hinterkopf im Zeitlupentempo nach rechts und links. Spüren Sie dabei die ständig sich verändernden Auflageflächen Ihres Hinterkopfes. Ruhen Sie dann wieder aus und lassen Sie die Entspannung in Ihrem Körper ausbreiten.

Sich innerlich zulächeln: Lächeln Sie sich innerlich selbst zu wie auf Ihrem schönsten Ferienfoto. Das trägt die Entspannung vom Muskel in die Psyche, sie wirkt nach innen.