Warum Massage mehr sein kann also bloße Entspannung

Warum Massage mehr sein kann....

Warum Massage mehr sein kann als bloße Entspannung

In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, wie sehr Berührung auf etwas Angenehmes, Entspannendes oder rein Funktionales reduziert wird – auf eine Massage als Ausgleich, auf eine Behandlung, damit man möglichst rasch wieder „funktioniert“.
Und ja: Auch das darf und soll unbedingt seinen Platz haben. Entspannung ist wichtig, notwendig und heilsam.

Gleichzeitig zeigt mir meine langjährige Erfahrung, dass körperliche Berührung sehr viel mehr sein kann.

Der Körper spricht – manchmal kaum wahrnehmbar, oft sehr subtil, manchmal aber auch deutlich und unüberhörbar.
Er spricht häufig lange, bevor Worte dafür da sind: über Spannung und Müdigkeit, über innere Unruhe, über das Gefühl, sich selbst ein Stück weit verloren zu haben – und manchmal auch über Themen, die uns nicht bewusst sind, die wir lange übergangen oder zu wenig ernst genommen haben.

Nicht selten ist der körperliche Leidensdruck bereits hoch, bis wir beginnen hinzuhören. Der Körper wird dann deutlicher, hartnäckiger, manchmal auch schmerzhaft – nicht, um uns zu bestrafen, sondern um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Berührung kann dabei helfen, wieder bewusster wahrzunehmen, innerlich stiller zu werden und einen Zugang zu finden zu dem, was im eigenen Leben gerade gesehen und ernst genommen werden möchte.

Berührung ist nie nur Berührung

Sie kann Entspannung schenken – und zugleich ein Türöffner sein für Wahrnehmung, Orientierung und einen ehrlicheren Kontakt mit sich selbst.


Der Körper spricht die Wahrheit

Mein Zugang: Ich verstehe den Körper nicht als Objekt, das repariert oder optimiert werden muss. Ich erlebe ihn vielmehr als Botschafter – als ein ehrliches Sprachrohr unseres inneren Erlebens, unserer Gefühle und unserer inneren Prozesse.

Symptome sind für mich keine Störungen, die man möglichst schnell beseitigen sollte, sondern oft klare Hinweise, die gehört werden wollen.
Nicht jedes Ziehen braucht sofort eine Erklärung, nicht jede Spannung eine schnelle Lösung – aber vieles braucht Aufmerksamkeit, Präsenz, Hinwendung und vor allem Zeit.

Gleichzeitig ist mir wichtig zu betonen: Natürlich wollen wir diese Symptome nicht.
Es ist zutiefst menschlich, dass wir Schmerz loswerden wollen, keine Spannung spüren möchten und schon gar nicht krank sein wollen. Der Wunsch nach Erleichterung, nach Wohlbefinden und Ausgeglichenheit ist verständlich und vollkommen legitim.


Gesundheit – ein natürlicher Zustand

Gesundheit ist nichts, was wir herstellen oder erzwingen müssen, sie ist dem Körper von Natur aus innewohnend.

Der Körper ist grundsätzlich auf Balance, Regulation und Lebendigkeit ausgerichtet. Er reguliert fortlaufend, passt sich an und bemüht sich immer wieder, ins Gleichgewicht zu finden – oft lange, bevor wir bewusst darüber nachdenken. In vielen Fachrichtungen wird dafür auch der Begriff des inneren Arztes oder der Selbstheilungskraft verwendet: jene natürliche Fähigkeit des Körpers, sich zu regulieren, zu heilen und ins Gleichgewicht zurückzufinden.

Der Körper verfügt über eine eigene, natürliche Intelligenz und arbeitet ständig für uns – nie gegen uns. Über Empfindungen, Spannungen, Müdigkeit oder Unruhe zeigt er, wo etwas Aufmerksamkeit braucht – nicht, weil etwas „falsch“ ist oder weil der Körper „böse“ ist, sondern weil er uns unterstützen und unsere Systeme ins Gleichgewicht führen möchte.
Unsere gesamte Biologie ist seit jeher darauf ausgerichtet, Leben zu erhalten, sich anzupassen und zu regulieren – jede Zelle folgt diesem Prinzip.
In Zeiten von Krankheit oder starkem Leid ist dieser Gedanke oft schwer zugänglich – und darf Fragen, Zweifel oder Widerstand auslösen, das ist zutiefst verständlich und menschlich.

In meiner Begleitung geht es darum, für diese Hinweise Bewusstheit zu entwickeln und ihnen zuzuhören – nicht krampfhaft und nicht mit dem Anspruch, sofort etwas verändern zu müssen.
Es geht vor allem auch darum, Vertrauen zu entwickeln: in den eigenen Körper, in seine natürliche Fähigkeit zur Regulation und in den Prozess selbst.
Mit diesem Vertrauen darf auch der innere Widerstand weicher werden – jener Widerstand, der oft aus Angst entsteht, etwas spüren, zulassen oder annehmen zu müssen.
Wenn wir beginnen, uns diesem inneren Geschehen anzuvertrauen, darf Angst nachlassen – denn sie entsteht oft dort, wo Signale nicht eingeordnet werden können oder wir gegen sie ankämpfen.

So wächst ein Verständnis dafür, was der Mensch als Ganzes gerade braucht – und die Signale des Körpers müssen nicht immer lauter werden, um gehört zu werden.

Ein bekannter Spruch bringt das sinnbildlich auf den Punkt:
„Geh du vor“, sagt die Seele zum Körper, „auf mich hört er nicht.“
Und der Körper antwortet: „Dann werde ich krank – dann wird er Zeit für dich haben.“

Für mich verweist dieser Gedanke sehr klar auf Selbstfürsorge und Selbstverantwortung. Darauf, dass jeder Mensch selbst für sich verantwortlich ist – und dass uns diese Aufgabe niemand abnehmen kann. Wie aufmerksam wir mit uns umgehen, wie gut wir für uns sorgen, wie wir uns nähren – körperlich, emotional und mental – und wie ernst wir die Signale unseres Körpers nehmen, liegt letztlich bei uns selbst.
Das ist eine bewusste Entscheidung und zugleich Ausdruck unserer Schöpferkraft.


Massage, Körperarbeit – und was sich daraus entwickeln kann

Massage und Körperarbeit sind bei mir in erster Linie das, was ein Mensch im jeweiligen Moment braucht: Berührung, Entspannung, Regeneration, zur Ruhe kommen.

Gleichzeitig zeigt mir die Erfahrung, dass Massage im Laufe der Zeit oft mehr wird als reine Entspannung oder ein Sich-verwöhnen-lassen. Wenn Menschen zur Ruhe kommen und sich sicher fühlen, beginnt im Inneren ein Loslassen, ein Sich-Öffnen. Dieses innere Nachlassen von Spannung wirkt regulierend – und genau daraus entsteht eine spürbare körperliche Reaktion: Der Atem vertieft oder beruhigt sich, Spannungen beginnen sich zu lösen, Empfindungen werden klarer wahrnehmbar, Leichtigkeit kann entstehen. Manchmal wächst aus diesem Erleben ganz von selbst das Bedürfnis, genauer hinzuschauen oder innere Zusammenhänge besser zu verstehen. Genau hier setzt meine weiterführende Begleitung an – behutsam, und immer orientiert an dem, was sich im jeweiligen Moment zeigen und entwickeln möchte.

Für manche Menschen stehen zunächst Entspannung, Berührung und Erholung im Vordergrund – und das ist vollkommen stimmig. Für andere wächst im Laufe der Zeit die Bewusstheit und das Bedürfnis, mehr über sich selbst zu verstehen. Beides hat bei mir Platz.

Mehr zum Thema: Wie sich Massage und Körperarbeit unterscheiden


Was auf diesem Weg unterstützen kann

Massage und Körperarbeit können auf diesem Weg eine wertvolle Grundlage bilden – das muss aber nicht sein. Manche Menschen möchten mit Berührung beginnen, andere bevorzugen ein reines Gespräch, Coaching, Atemarbeit oder gezielte, alltagstaugliche Übungen. Alle Varianten sind bei mir möglich.

Ergänzend zur Massage oder alternativ können begleitende Gespräche, gezielte Fragen, kleine Impulse, Atemarbeit sowie Wahrnehmungs- und Stressregulationsübungen diesen Prozess unterstützen:

Ganz praktisch kann das zum Beispiel bedeuten:

  • den Atem durch gezielte Übungen bewusster wahrzunehmen und dadurch nach und nach zur Ruhe zu kommen und das Nervensystem zu beruhigen

  • Körperhaltungen achtsam zu beobachten und Anspannungs- sowie Entspannungsmuster im Körper besser zu erkennen

  • den Geist bewusster zu lenken und durch einfache Übungen aus belastenden Gedankenspiralen auszusteigen

  • Stressreaktionen frühzeitiger wahrzunehmen – noch bevor sie sich im Körper festsetzen

  • wiederkehrenden Verhaltensmustern auf die Spur zu kommen, etwa dort, wo eigene Bedürfnisse übergangen oder zu wenig berücksichtigt werden

  • Impulse für kleine, regelmäßige Pausen in den Alltag mitzunehmen und diese bewusst zu integrieren

Dabei ist mir wichtig, mich gut auf den Menschen einzustimmen und gemeinsam herauszufinden, was im Moment gebraucht wird und was jemand möchte.


Ein einfaches Beispiel aus der Praxis

Eine Kundin kommt wegen Schulter-Nacken-Verspannungen. Während der Behandlung wird ihr Atem ruhiger, die Spannung lässt nach. Auf meine Rückfrage hin hält sie inne und sagt plötzlich:

„Jetzt merke ich erst, wie lange ich schon die Luft anhalte und die Schultern nach oben ziehe – nicht nur hier, sondern ich kenne das auch aus meinem Alltag.“

In diesem Moment geht es nicht mehr nur um Muskeln und physische Strukturen.
Es geht um ein bewussteres Spüren und ein erstes Erkennen innerer Zusammenhänge.

Daraus können ganz einfache nächste Schritte entstehen: bewusster zu atmen, im Alltag öfter innezuhalten, die Schultern wahrzunehmen, bevor sie sich wieder verspannen – und sich ehrlich zu fragen, was dahinterstecken könnte.

Nicht im Sinn von Analyse, sondern als neugieriges Wahrnehmen:
Warum halte ich gerade den Atem an?
Was bringt mich in Spannung?
Wodurch entsteht Druck – innerlich oder äußerlich?

So wird Stress nicht nur körperlich gelöst, sondern auch in seinem Ursprung erkannt – und der Umgang damit kann sich Schritt für Schritt verändern.


Offen für verschiedene Wege


Meine Arbeit ist bewusst offen gestaltet. Sie richtet sich an Menschen

  • die sich einfach eine wohltuende Massage gönnen möchten.

  • die einen Schritt tiefer gehen möchten und sich aus Körperarbeit ein vertiefender Prozess entwickeln darf.

  • die ganz bewusst ohne körperliche Berührung arbeiten möchten –
    im Coaching, im Gespräch, mit Atemarbeit, alltagstauglichen Übungen usw.

Entscheidend ist nicht die Form, sondern dass der jeweilige Weg stimmig ist.

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